| Geboren | 28. August 1721 (Paris) |
| Gestorben | 19. Januar 1820 (Quartier d’Auteuil) im Alter von 98 Jahren |
| Nationalität | Frankreich |
| Epochen | Klassizismus |
| Beruf | Architekt, Maler |
| Bekannte Werke | 16 Scenes from the Story of Achilles (8 panels from Ashburnham Place, Sussex; probably originally from the Hôtel Grimod de la Reynière, Paris) (1775), Ruins at Palmyra, Ruins at Palmyra, Ruins at Palmyra, Ruins at Palmyra |
| Museen | Art Institute of Chicago |
Charles Louis Clerisseau war eine Schlüsselfigur des europäischen Neoklassizismus und prägte mit seinen architektonischen Zeichnungen und Veduten die Wahrnehmung antiker Ruinen im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Seine Werke zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Präzision und Detailgenauigkeit aus, die nicht nur als künstlerische Darstellungen, sondern auch als wissenschaftliche Dokumentationen der Antike verstanden werden können. Clerisseau war ein gefragter Berater und Zeichner für zahlreiche europäische Fürsten und Architekten, darunter Thomas Jefferson, dem er bei der Gestaltung des Virginia State Capitol beratend zur Seite stand. Seine Fähigkeit, die Monumentalität und Würde antiker Bauwerke in Aquarellen und Zeichnungen einzufangen, machte ihn zu einem der bedeutendsten Vermittler klassischer Architekturvorstellungen seiner Zeit.
Clerisseaus Arbeiten sind geprägt von einer klaren, fast analytischen Komposition, die den Fokus auf Proportion, Lichtführung und die atmosphärische Wirkung der Ruinenlandschaften legt. Er verstand es, die Erhabenheit und Melancholie verfallener Bauwerke in einer Weise zu inszenieren, die sowohl den Geist der Aufklärung als auch die Sehnsucht nach dem verlorenen Goldenen Zeitalter widerspiegelt. Im Vergleich zur modernen Kunst, die häufig auf Abstraktion und subjektive Ausdrucksformen setzt, wirken Clerisseaus Werke wie Fenster in eine vergangene Welt, in der Rationalität und Schönheit eine harmonische Einheit bilden. Seine Darstellungen antiker Architektur sind bis heute Inspirationsquelle für Architekten, Künstler und Historiker, die sich mit der Ästhetik und Symbolik des Klassizismus auseinandersetzen.
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| Geboren | 28. August 1721 (Paris) |
| Gestorben | 19. Januar 1820 (Quartier d’Auteuil) im Alter von 98 Jahren |
| Nationalität | Frankreich |
| Epochen | Klassizismus |
| Beruf | Architekt, Maler |
| Bekannte Werke | 16 Scenes from the Story of Achilles (8 panels from Ashburnham Place, Sussex; probably originally from the Hôtel Grimod de la Reynière, Paris) (1775), Ruins at Palmyra, Ruins at Palmyra, Ruins at Palmyra, Ruins at Palmyra |
| Museen | Art Institute of Chicago |
Charles Louis Clerisseau war eine Schlüsselfigur des europäischen Neoklassizismus und prägte mit seinen architektonischen Zeichnungen und Veduten die Wahrnehmung antiker Ruinen im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Seine Werke zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Präzision und Detailgenauigkeit aus, die nicht nur als künstlerische Darstellungen, sondern auch als wissenschaftliche Dokumentationen der Antike verstanden werden können. Clerisseau war ein gefragter Berater und Zeichner für zahlreiche europäische Fürsten und Architekten, darunter Thomas Jefferson, dem er bei der Gestaltung des Virginia State Capitol beratend zur Seite stand. Seine Fähigkeit, die Monumentalität und Würde antiker Bauwerke in Aquarellen und Zeichnungen einzufangen, machte ihn zu einem der bedeutendsten Vermittler klassischer Architekturvorstellungen seiner Zeit.
Clerisseaus Arbeiten sind geprägt von einer klaren, fast analytischen Komposition, die den Fokus auf Proportion, Lichtführung und die atmosphärische Wirkung der Ruinenlandschaften legt. Er verstand es, die Erhabenheit und Melancholie verfallener Bauwerke in einer Weise zu inszenieren, die sowohl den Geist der Aufklärung als auch die Sehnsucht nach dem verlorenen Goldenen Zeitalter widerspiegelt. Im Vergleich zur modernen Kunst, die häufig auf Abstraktion und subjektive Ausdrucksformen setzt, wirken Clerisseaus Werke wie Fenster in eine vergangene Welt, in der Rationalität und Schönheit eine harmonische Einheit bilden. Seine Darstellungen antiker Architektur sind bis heute Inspirationsquelle für Architekten, Künstler und Historiker, die sich mit der Ästhetik und Symbolik des Klassizismus auseinandersetzen.