Hans-Werner Sahm wurde am 24. Mai 1943 in Łódź geboren. Die Familie stammte aus dem Baltikum, er wuchs nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Seeg im Allgäu auf. Die intensiven Natureindrücke seiner Kindheit und der spätere Kontrast zur Großstadt München wurden zu wichtigen Quellen seiner Bildwelt. Statt eines klassischen akademischen Kunststudiums absolvierte er eine Ausbildung im grafischen Gewerbe und arbeitete anschließend als diplomierter Dokumentar am Forschungsinstitut für das Graphische Gewerbe in München. 1980 entschied sich Sahm, sein bisheriges Berufsleben aufzugeben und sich ganz der Malerei zuzuwenden. Bereits 1981 wurde der Galerist Andreas Gerstenberg auf ihn aufmerksam und vertrat fortan sein Werk. Sahm entwickelte seine Malweise autodidaktisch und mit großer technischer Konsequenz weiter. Die Entwicklung und Ausarbeitung eines einzelnen Motivs war so aufwendig, dass nach seiner eigenen Darstellung zeitweise nicht mehr als fünf neue Bilder pro Jahr entstanden.
Seine Werke entstanden in einer eigenständigen, auf Acryl basierenden Maltechnik, die als spezielle Acryl-Lasurtechnik beschrieben wird. Durch fein abgestufte Farbschichten, präzise Übergänge und eine beinahe airbrushartige Glätte erzeugte Sahm eine außergewöhnliche räumliche Tiefe.
Monumentale Felslandschaften, Schluchten, Wasserläufe, Brücken, Treppen, Himmel- bzw Wolkengebilde und rätselhafte Architekturen verbinden sich in seinen Bildern mit weiten Horizonten zu idealisierten, zeitentrückten Welten. Menschen erscheinen nur selten; die Landschaft selbst wird zum eigentlichen Protagonisten.
Das zentrale Gestaltungsmittel in Sahms Werk ist das Licht. Es dient nicht nur der Beleuchtung, sondern öffnet Räume, führt den Blick und verwandelt die Landschaft in einen Ort zwischen Wirklichkeit, Erinnerung und Vision. Seine Bilder werden dem Phantastischen Realismus und der surrealen Landschaftsmalerei zugeordnet. Kennzeichnend sind dabei Stille, Weite und die Vorstellung eines Aufbruchs in unbekannte Welten.
Unter den Titeln „Lichtwelten/Reise ins Licht“ erschienen mehrere Bildbände mit seinen Werken.
Für sein künstlerisches Schaffen erhielt Hans-Werner Sahm 1982 den Bürgerförderpreis und 1985 den Johann-Georg-Fischer-Preis der Stadt Marktoberdorf. Er starb am 6. November 2020 im Alter von 77 Jahren im Allgäu. Sein Werk lebt in den Originalen, seinen Bildbänden und den autorisierten Kunstreproduktionen weiter.
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Hans-Werner Sahm wurde am 24. Mai 1943 in Łódź geboren. Die Familie stammte aus dem Baltikum, er wuchs nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Seeg im Allgäu auf. Die intensiven Natureindrücke seiner Kindheit und der spätere Kontrast zur Großstadt München wurden zu wichtigen Quellen seiner Bildwelt. Statt eines klassischen akademischen Kunststudiums absolvierte er eine Ausbildung im grafischen Gewerbe und arbeitete anschließend als diplomierter Dokumentar am Forschungsinstitut für das Graphische Gewerbe in München. 1980 entschied sich Sahm, sein bisheriges Berufsleben aufzugeben und sich ganz der Malerei zuzuwenden. Bereits 1981 wurde der Galerist Andreas Gerstenberg auf ihn aufmerksam und vertrat fortan sein Werk. Sahm entwickelte seine Malweise autodidaktisch und mit großer technischer Konsequenz weiter. Die Entwicklung und Ausarbeitung eines einzelnen Motivs war so aufwendig, dass nach seiner eigenen Darstellung zeitweise nicht mehr als fünf neue Bilder pro Jahr entstanden.
Seine Werke entstanden in einer eigenständigen, auf Acryl basierenden Maltechnik, die als spezielle Acryl-Lasurtechnik beschrieben wird. Durch fein abgestufte Farbschichten, präzise Übergänge und eine beinahe airbrushartige Glätte erzeugte Sahm eine außergewöhnliche räumliche Tiefe.
Monumentale Felslandschaften, Schluchten, Wasserläufe, Brücken, Treppen, Himmel- bzw Wolkengebilde und rätselhafte Architekturen verbinden sich in seinen Bildern mit weiten Horizonten zu idealisierten, zeitentrückten Welten. Menschen erscheinen nur selten; die Landschaft selbst wird zum eigentlichen Protagonisten.
Das zentrale Gestaltungsmittel in Sahms Werk ist das Licht. Es dient nicht nur der Beleuchtung, sondern öffnet Räume, führt den Blick und verwandelt die Landschaft in einen Ort zwischen Wirklichkeit, Erinnerung und Vision. Seine Bilder werden dem Phantastischen Realismus und der surrealen Landschaftsmalerei zugeordnet. Kennzeichnend sind dabei Stille, Weite und die Vorstellung eines Aufbruchs in unbekannte Welten.
Unter den Titeln „Lichtwelten/Reise ins Licht“ erschienen mehrere Bildbände mit seinen Werken.
Für sein künstlerisches Schaffen erhielt Hans-Werner Sahm 1982 den Bürgerförderpreis und 1985 den Johann-Georg-Fischer-Preis der Stadt Marktoberdorf. Er starb am 6. November 2020 im Alter von 77 Jahren im Allgäu. Sein Werk lebt in den Originalen, seinen Bildbänden und den autorisierten Kunstreproduktionen weiter.